Die Reeperbahn

Deutschlands bekannteste Amüsiermeile

Noch heute wird die Reeperbahn oft als sündigste Meile der Welt bezeichnet, doch der Hamburger Kiez hat längst einen tiefgreifenden Wandel erlebt. Natürlich gibt es noch viele Bordelle und Nachtclubs, aber das Thema Sex ist bei weitem nicht mehr so dominierend wie in früheren Jahrzehnten.

Mittlerweile haben sich auch viele andere Clubs, Etablissements und Partyplaces feste Plätze im Zentrum der wilden Nächte gesichert und die Reeperbahn hat sich dabei zu einer Art All-in-One Erlebnismeile entwickelt.

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Zahlreiche Neubauten haben den Kiez und vor allem die Reeperbahn in jüngster Zeit deutlich verändert und sind nicht ganz unumstritten, weil viele Anwohner eine Gentrifizierung des Stadtteils befürchten.

Den Charme der alten Zeiten findet man noch in einigen Seitenstraßen, wo sich kultige Kiez-Kneipen, aber auch urtypische Spelunken und kleine Geschäfte mit echtem Schmuddelflair befinden. In einigen Winkeln lässt sich sehr gut erahnen, wie das Leben hier vor vielen Jahrzehnten spielte.

Die echte Kiez-Mischung in kurzen Sätzen

Spießer, die hier mal die ganz große Sau loslassen möchten und Freigeister, die märchenhaft gekleidet über die Reeperbahn schweben. Männer, die schnell einen wegstecken gehen, während die Kollegen ihr Glück erstmal am einarmigen Banditen der Spielbank versuchen. Damen, die ihre treuen Gatten nach stundenlanger Suche filmreif aus dem Puff zerren.

Die ganz Armen und die ganz Reichen der Gesellschaft, die Feierwütigen und die Theater- und Musicalbesucher. Die Bummler, die mit der Bratwurst in der Hand einfach nur mal gucken wollen und die Feinschmecker, die hier in den vornehmeren Restaurants einkehren. Pärchen, die sich im Sexshop mit neuen Toys beglücken und all jene, die sich mit Hamburger Kitsch und Souvenirs eindecken.

Wenn man einen kuriosen Mix aus allen Gesellschaftsschichten in einem fast schon intimen Nebeneinander erlebt, dann genau hier.

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Der Spielbudenplatz

Schon Ende des 18. Jahrhunderts stellten Künstler und Gaukler hier Holzbuden auf, aus denen Sie die Zuschauer mit ihren Darbietungen begeisterten und diese „Spielbuden“ waren schließlich auch namensgebend für den Festplatz auf St. Pauli. Heute wird der Platz oft als Veranstaltungsfläche genutzt und ganzjährig von der Spielbuden Betreibergesellschaft mbH betreut.

Jeden Mittwoch findet hier zwischen 16 und 23 Uhr der St. Pauli Nachtmarkt -ein Wochenmarkt für Spätkäufer- statt. Zur Weihnachtszeit kann man hier über den einzigartigen Santa Pauli Weihnachtsmarkt bummeln und in den Frühjahrs- und Sommermonaten locken verschiedene Veranstaltungen, wie das Food Truck Festival, Reeperbahn-Festival und Grand Prix Partys, die live im TV übertragen werden.

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Die Davidwache

Es dürfte die berühmteste Polizeiwache der Republik sein, denn viele kennen die Davidwache bereits aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Im Gebäude und dem hinteren Anbau befindet sich das Polizeikommisariat 15, das trotz großer Berühmtheit immer noch für das kleinste Polizeirevier in Deutschland zuständig ist.

Der Zuständigkeitsbereich umfasst nur etwa einen Quadratkilometer und die Polizei ist hier insbesondere an Wochenenden mehr als gefordert. Kiez und Umgebung ziehen schließlich auch viele zwielichtige Gestalten und Gauner an und düstere Kriminallfälle bringen den Kiez leider immer wieder in die Schlagzeilen.

Das Klubhaus St. Pauli

Das privat betriebene Klubhaus St. Pauli fällt schon aus weiter Ferne durch Europas größter interaktiver Werbefläche an der Außenfassade auf. Über 700 Quadratmeter Werbung mit einzigartigen Effekten verleiten ab und zu tatsächlich dazu, Werbung einfach mal zu genießen.

Natürlich ist auch im Gebäude allerhand was los. Auf 6 Etagen gibt es Livemusik, Party, Kultur und Kunst. Auch das „Skurrilum“ -ein Escape Game der Spitzenlasse- hat seinen Platz im Clubhaus St. Pauli. Teile der Location können für private und geschäftliche Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen gemietet werden. Das Klubhaus versteht sich als Kultur Heimathafen und zeigt sich für viele Arten von Events und Ausstellungen offen.

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Die tanzenden Türme

An der Reeperbahn Nummer 1 stehen seit 2012 zwei Hochhäuser, die aufgrund ihrer Architektur mit geknicktem Glas und Stahl „Tanzende Türme“ genannt werden.

In den Gebäuden befinden sich neben Büroräumen auch das höchste Restaurant der Stadt (Clouds) und der legendäre Musikclub „Mojo Club“, der hier nach einer Pause von 10 Jahren wieder eröffnet hat. Der Musiksender „Radio Reeperbahn“ sendet aus dem Erdgeschoss des ersten Turms.

Wie komme ich zur Reeperbahn?

Am besten nutzt du öffentliche Verkehrsmittel, denn Parkflächen sind rar und an vielen Stellen durchgehend kostenpflichtig. Ganz einfach gehts mit der S-Bahn (mit der S1, S2 und S3, Ausstieg Reeperbahn), der U-Bahn (mit der U3, Ausstieg St. Pauli) oder mit dem Bus (Linien 36, 37, 111, 283, 601, 607, 608 und 609).

Was ist in der Nähe?

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